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„Brigitte“-Kissenhülle "Weisheit und Mitgefühl", mittel

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Die Frauenzeitschrift "Brigitte" hat sich mit dem Plan Shop auf den Weg nach Nepal gemacht, um in Zusammenarbeit mit der Fairtrade-Organisation ACP (Association for Craft Producers) eine Kissenhüllen-Kollektion zu design.

Die Kissenhüllen "Weisheit und Mitgefühl" aus 100% Baumwolle werden in Handarbeit von Frauen zu Hause gefertigt. In Naturweiß mit schwarzer oder mit grauer Biese eignen sich die Kissen perfekt als neue Lieblingsbegleiter auf dem Sofa oder im Bett.

50 x 50 cm
100% Baumwolle
Naturweiß mit schwarzer Biese oder naturweiß mit grauer Biese

Lieferung ohne Inlay.

Handgefertigt und fairtrade aus Nepal

Kissenbezüge der „Brigitte“-Kollektion in anderen Maßen oder als Set finden Sie hier

ACP, Assosiation for Craft Producers, wurde 1984 von der Nepalesin Meera Bahattarai gegründet.

 

ACP ist eine Organisation die traditionellen Handwerkerinnen und Handwerkern eine langfristige Perspektive bietet. Diese Menschen arbeiten zumeist zuhause oder in kleinen lokalen Werkstätten. Sie verfügen über großes Geschick und Kenntnisse im traditionellen Kunsthandwerk. Es ist aber schwierig für sie ausreichend Abnehmer für ihre Produkte zu finden.

 

ACP hilft Ihnen Marktchancen zu eröffnen. Die Organisation übernimmt die Entwicklung von Designideen, den Einkauf des Rohmaterials, den Vertrieb und ein zentrales Management. So ist es Meera Bahattarai gelungen die Waren weit über Nepal hinaus bekannt zu machen. Zu dem Sortiment von ACP zählen unter anderem  Filzprodukte, Textilien und Keramik.

 

Neben der langfristigen Sicherung Ihres Einkommens erhalten die Produzenten weitere soziale Vorteile, wie Zuschüsse zur Gesundheitsversorgung und zum Hausbau. Es gibt einen Notfallfonds und einen finanziellen Beitrag zur Schulbildung ihrer Kinder. Der Fokus liegt dabei auf den Mädchen. Finanziert werden diese Leistungen durch die Investition der Gewinne.

 

Der Erfolg von ACP lässt sich auch an dem Wachstum der Organisation messen. Bei der Gründung 1984 waren es 38 Produzenten: Heute sind es mehr als 1.100, davon mehr als 90% Frauen. Zudem gibt es 60 fest angestellte Mitarbeiter.

 

Das selbst erwirtschaftete Einkommen verbessert den Status der Frauen innerhalb der Familie, ihre Stimme bekommt mehr Gewicht. Sie werden selbstbewusster und stellen Forderungen. So trägt ACP auch zur Emanzipation der Frauen bei.
Ein wichtiges Thema in Nepal!

 

Aus drei Jahrzehnten Erfahrung weiß ich, dass die Emanzipation von Frauen nur möglich ist, wenn ihnen auch die wirtschaftliche Teilhabe geboten wird“

Meera Bhattarrai

 

Lesen Sie hier die Reportage der Zeitschrift Brigitte  Nr. 24/2016:

TEXT MEIKE DINKLAGE

 

Jeder Handgriff macht sie stärker.

Sie spinnen, weben, nähen, sticken: Frauen in Nepal stellen speziell für BRIGITTE-Leserinnen ganz besondere Kissen her. Und bekommen dafür weit mehr als nur faire Löhne: Unabhängigkeit, soziale Sicherheit, Selbstbewusstsein. Eine Ausnahme in dem vom Erdbeben gezeichneten Land.

 

Am schlimmsten war das Geräusch. Ein Rattern aus der Tiefe des Erdbodens, als würden hundert Motorräder dröhnen, nur dumpfer, ächzender. Keshari Maharjan war am Tag des großen Bebens allein zu Haus, es war Samstag, kurz vor Mittag, der 25. April 2015. Sie fiel auf den Boden, eine zierliche Frau, 68 Jahre, in ihrer Wohnung im zweiten Stock in der Altstadt von Kirtipur, eine halbe Autostunde südwestlich von Nepals Hauptstadt Kathmandu. „Ich dachte, ich sterbe dort“, sagt sie. Jetzt, da sie davon erzählt, reißt sie die Arme in die Luft und deutet an, wie sie stürzte und hilflos dalag, verrückt vor Angst. Bevor die Decke über ihr einbrach, schaffte sie es nach draußen, die schmale, unbeleuchtete Holzstiege hinunter, hinaus durch den niedrigen Eingang, der mehr eine Luke als eine Tür ist.

 

Einen Monat campierten sie und ihr Mann Jugal Krishna Mahar, 73, danach im Freien, weitere fünf Monate in einer Hütte auf einem Feld. Monate, in denen die Erde immer wieder bebte.

Für die Menschen in Nepal ist anderthalb Jahre später die Katastrophe noch immer gegenwärtig. 8800 Menschen starben bei den Beben, 22 300 wurden verletzt, mehr als 600 000 Häuser zerstört. Millionen Wohnungen sind brüchig und werden dennoch bewohnt. Viele verloren ihre Arbeit, einfach, weil das Büro, die Werkstatt, die Fabrik, in der sie beschäftigt waren, nicht mehr existiert.

Als es kalt wurde, zogen Keshari und Jugal zurück in ihr Haus, in den ersten Stock. Das Haus ist einsturzgefährdet, aber sie wollen in ihrer Nachbarschaft bleiben, dort, wo Keshari auf dem Hof Reisschnaps brennt und Jugal mit den Männern Karten spielt. „Wohin sollen wir denn“, sagt Keshari Maharjan, „wir sind alte Leute, und hier ist die Miete günstig.“

Sie hat Sitzkissen auf die Fensterbänke gelegt, das abgewetzte Sofa mit Hussen bezogen. Unter der Zimmerdecke hat sie ein Tuch gespannt, es beult dort, wo Lehm hineinsickert, die Beulen hängen so tief, dass Keshari sich darunter bücken muss, obwohl sie kaum 1,60 Meter groß ist. Die Risse arbeiten und werden ständig größer. Das Tuch ist kein Schutz, das weiß sie. Wenn sie abends die Augen schließt, dann betet sie, dass in der Nacht kein Unglück geschieht.

 

Es gibt nicht viel, was einem Paar wie Jugal und Keshari Halt geben kann. Und trotzdem strahlen beide eine Gelassenheit aus, die kein Fatalismus ist, sondern Zuversicht. Das hat mit ihrer Arbeit zu tun: Sie sind Weber, sie haben ein festes Einkommen, selbst, wenn sie krank werden – eine Ausnahme in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, wo es keine Renten oder Sozialleistungen gibt. Die Überweisungen von Nepalesen, die ihr Geld im Ausland verdienen, im Nahen Osten oder in Malaysia, machen ein Viertel des Bruttosozialprodukts aus.

Jugal hat schon als Kind das Weben gelernt, Keshari, die Tochter von Landwirten, vor 51 Jahren, nach ihrer Hochzeit. Sechs Tage die Woche stehen sie am Spinnrad im Haus einer Verwandten, ein kühler Betonbau, der vom Erdbeben verschont blieb, das riesige hölzerne Rad füllt den Raum ganz aus. Jugal lässt die hellen Fäden aus 130 Spulen, die in einem Holzgestell aufgereiht sind, unermüdlich durch seine Hände laufen, Keshari dreht das Rad, das sie ratternd zu webfähigem, festen Garn verdichtet. Knapp 120 Euro verdienen die beiden zusammen im Monat, dazu kommen einmonatliche Zuschüsse auf ein Sparkonto und in einen Pensionsfonds.

Für Humanität sorgt in Nepal nicht der Staat; dafür müssen andere sorgen. Menschen wie Meera Bhattarai.

„Die Leute sollen die Waren von Frauen nicht aus Mitleid kaufen"

 

Vor 32 Jahren, zu einer Zeit, als noch niemand etwas von sozialem Unternehmertum gehört hatte, gründete sie ACP, die „Association for Craft Producers“, ein Netz von heute rund 1000 traditionellen Kunsthandwerkern. „Nepal ist ein patriarchales Land“, sagt Meera Bhattarai, 64, „es gibt Kinderehen, frühe Schwangerschaften, häusliche Gewalt. Viele Frauen kennen ihre Rechte nicht. Damit sie stark sein können, müssen sie ihr eigenes Geld verdienen.“ 90 Prozent der Produzenten sind Frauen. ACP beauftragt sie überall im Land und bezahlt einen Stückpreis, in Fällen besonderer Bedürftigkeit wie bei Jugal und Keshari auch ein Gehalt.

Die Produzenten stellen ihre Waren zu Hause oder in lokalen Werkstätten her, nicht nur Stoffe, auch Kupfergefäße, Möbel, Papier aus Seidelbast, Bambus-Flechtkörbe, Strickarbeiten. Gediegene, schöne Dinge, die sich auch im Ausland gut verkaufen. Die Handwerkerinnen bekommen einen Akkordlohn, der über dem Mindestlohn von 53 Euro liegt, zudem Zuschüsse zur Ausbildung ihrer Kinder, zu Kleidung, Essen und Medikamenten. Es gibt bezahlte Elternzeit für Mütter wie Väter, Zulagen bei besonders guter Arbeit.

 

Einige ihrer Waren werden über das Kinderhilfswerk Plan Deutschland vertrieben; als wir in deren Katalog davon lasen, fanden wir das Prinzip von ACP so einfach und gut, dass wir beschlossen, Meera Bhattarai zu bitten, bei ihren Produzentinnen speziell für BRIGITTE designte Kissenbezüge in Auftrag zu geben. Deshalb sind wir in Nepal: um einige der Männer und Frauen zu treffen, die diese Kissenbezüge anfertigen, und um zu sehen, wie fairer Lohn das Leben in einem Land verändern kann, das neben seinen sozialen Problemen auch mit den Folgen einer Naturkatastrophe zurechtkommen muss.

Die Firmenzentrale von ACP liegt in einem besseren Viertel von Kathmandu. Meera Bhattarai, roter Sari, eine Spange im halblangen Haar, hat ihr Büro schlicht eingerichtet, ein Schreibtisch, ein paar Besucherstühle, bezogen mit einem Stoff aus ihrer Kooperative. An der Pinnwand hängt eine Karte Nepals, in jedem Ort, in dem sie produzieren lässt, steckt eine Nadel, die Karte ist übersät mit Spots.

Wenn sie von dem langen Weg erzählt, den sie mit ihrer Firma gegangen ist, dann stützt sie den rechten Arm in die Hüfte und rutscht auf ihrem Stuhl weit nach vorn. Oft schiebt sie ein breites Lächeln nach, die dunklen Ränder unter ihren Augen verschwinden dahinter. Ihre Entschlossenheit ist die einer Frau, die sich seit Langem in einer Männerwelt bewegt.

 

Meera kommt aus der gehobenen Mittelschicht, ihr Vater war Angestellter im Finanzsektor. Meera sagt, Mittelschicht bedeute, dass sie nie aus Hunger geweint habe, aber im Jahr auch nur einen Pullover besaß, und wenn er zerschlissen war, habe sie den Rest des Winters gefroren.

Sie studierte Kunst und Psychologie, war danach in einer Organisation angestellt, die, wie sie sagt, „nette, mittelmäßige Produkte von Handwerkerinnen aus den Dörfern verkaufte“. Das war ihr zu wenig, „die Leute sollen die Waren von Frauen nicht aus Mitleid kaufen“, sagt sie. Sie beschloss, gutes Design, Geschäft, Marketing und Arbeitskräfte zusammenbringen, um die Frauen wettbewerbsfähig machen.

Sie gründete ACP mit fünf Angestellten, „nach drei Jahren waren wir schon profitabel“, sagt sie stolz. Heute macht sie einen Jahresumsatz von einer Million Dollar. Ihr Privatleben ist dabei auf der Strecke geblieben, die Eltern wollten, dass sie sich zwischen Beruf und Ehe entscheidet, und für sie war die Entscheidung klar. Sie lebt mit ihrem Bruder, einem pensionierten Diplomaten, und dessen Familie und von dessen Rente, sie zahlt sich selbst ein kleines Gehalt als Geschäftsführerin aus, alles andere fließt in die Firma.

Ihre Produkte sollen international bestehen und den Nepalesen zugleich helfen, ihre eigene kunsthandwerkliche Tradition zu bewahren. Und sie sollen den Arbeiterinnen ein faires Einkommen garantieren.

Anfangs, als sie die Produzentinnen in den Dörfern aufsuchte, um mit ihnen über die Preise ihrer Waren zu verhandeln, wagten viele Frauen kaum, sie anzusehen. „Heute haben sie gelernt, Forderungen zu stellen, präsent zu sein“, sagt Meera. Bei manchen, die neu in der Kooperative sind, sieht sie die Veränderung einfach daran, dass sie sich besser kleiden und sich trauen, vor anderen etwas zu sagen.

 

Fast jede vierte Produzentin ist vom Erdbeben betroffen. Für die, die ihre Häuser und damit ihre Werkstätten verloren haben, hat ACP an drei Orten im Land Hallen gebaut und mit Webstühlen und Spinnrädern ausgestattet, damit die Frauen weiterhin Geld verdienen können. „Sie müssen lernen, wieder in der Gegenwart anzukommen und nicht nur an ihre Verluste und die Trauer zu denken“, sagt Meera.

Sie lernen, nicht mehr nur an ihre Trauer und Verluste zu denken.

 

Chandra Kumari Maharjan, 52, hatte Glück, ihr Haus hat nur ein paar leichte Risse abbekommen. Sie lebt wie Jugal und Keshari in Kirtipur, ihr Webstuhl steht an der Eingangstür, die immer geöffnet ist, damit etwas Licht in den dunklen Raum fällt. Gegenüber, wo ihre Nachbarn wohnten, liegt ein Berg aus Schutt und Steinen. In ihrem Viertel ist die Zerstörung noch immer sichtbar, auch wenn Gras langsam die Häuserruinen überwuchert, die Trümmer sauber aufgeschichtet liegen und überall Arbeiter dabei sind, neue Fundamente zu gießen.

Chandra trägt einen orangefarbenen Sari, um die Schultern ein pinkfarbenes Tuch, sie hält den Blick auf das Schiffchen gerichtet, das sie durch die Fäden schlägt. Das Weben hat sie von ihrer Mutter gelernt, wegen ihrer präzisen Arbeit bekam sie einen Vertrag mit ACP. Immer wieder kommen Nachbarn vorbei, setzen sich auf die Stufen, Chandra plauscht dann mit ihnen, während sie die Pedale ihres Webstuhls tritt, so, als spiele sie auf einer alten hölzernen Orgel.

Sie ist eine lebhafte Frau, sie strahlt, wenn sie von ihrer Familie erzählt, der Tochter, die bald studiert, dem Sohn, der in den USA einen kleinen Laden hat und ihnen Geld überweist. Ihre Familie – ihr Mann ist Näher in einer Fabrik – hat das Beben heil überstanden, aber die Monate danach haben auch ihr zugesetzt. Ein halbes Jahr lang konnten Chandra und ihr Mann nicht arbeiten, weil es kein Garn mehr gab. Grund war ein Embargo, das Indien wegen eines Streits über eine Klausel in der neuen nepalesischen Verfassung verhängte: Es sah darin die in Nepal lebende indische Minderheit nicht genug berücksichtigt. Ab September 2015 war der Grenzverkehr fast vollkommen blockiert. Für Nepal, das von den Importen aus dem Nachbarland abhängig ist, bedeutete das, dass keine Baumaterialien, Kraftstoffe, Lebensmittel, Rohstoffe, Medikamente mehr ins Land kamen. „Hätten wir nicht unser kleines Reisfeld, wäre es hart geworden“, sagt Chandra.

 

„Das Embargo war wie eine zweite Katastrophe“, sagt Meera. „Schulen waren geschlossen, Krankenhäuser überfüllt. Es gab kein Gas zum Kochen, keine Baumaterialien für die Handwerker, wir konnten unsere Aufträge nicht abarbeiten. 200 Produzenten hatten durch das Erdbeben ihre Häuser und damit ihre Werkstätten verloren, und wer noch arbeiten konnte, hatte keine Materialien.“ Erst im Februar dieses Jahres wurde der Boykott aufgehoben.

Nicht immer sind es die großen Beben, die politischen Verwerfungen, die ein Leben verändern. Manchmal ist es einfach das Gefühl, helfen zu wollen. Auch diese Geschichten hören wir auf unserer Reise zu den Produzentinnen. Von Pramila Surkehti, 25, die ihre Schwägerin Malati, 34, jeden Tag dabei unterstützt, das nepalesische Zeichen für „Weisheit und Mitgefühl“ auf die kleinsten unserer drei Kissenbezüge zu sticken. Malati muss mit ihrem Akkordlohn allein für ihren neunjährigen Sohn sorgen, sie ließ sich scheiden, weil ihr Mann trank und sie schlug, noch immer kreuzt er abends pöbelnd vor ihrem Haus auf. Pramila sagt, sie habe keine Geldsorgen, ihr Mann habe in den USA einen guten Job. Sie habe genug Zeit, um zu helfen. Ihr Mann war seit sechs Jahren nicht mehr zu Hause.

Und wir treffen Bindu Bhujel, 40, die die Paspel in die BRIGITTE-Kissenbezüge näht. Sie lebt im Erdgeschoss eines Hauses, das gleich neben der ACP-Zentrale steht. Meera kennt sie gut, Bindu kommt häufig zu ihr und fragt nach neuen Aufträgen. Oft sitzt sie zehn Stunden am Tag an ihrer halbelektrischen Nähmaschine. Wenn man sich zu ihr in ihre kleine Kammer setzt, neben sie auf das Bett, das mit Stoffresten übersät ist, und sieht, wie sie mit ihren langen, geschickten Fingern unermüdlich den Stoff unter der Nadel entlangzieht, dann wirkt es, als nähe sie gegen ihre Gedanken an.

Bindu kam als 15-Jährige mit ihrer Schwester aus einem Dorf nach Kathmandu, sie fanden Arbeit in einer Schneiderei, die Schwester heiratete, Bindu blieb allein und sorgte mit ihrem Verdienst für die Eltern. Vor fünf Jahren begann sie bei ACP, zugleich kümmerte sie sich um den herzkranken Mann ihrer Schwester. Bindu erzählt, dass es hart ist, das Geld für die Medikamente ihres Schwagers zu verdienen, alles hänge daran, wie viel sie näht. Ihr täglicher Druck sei hoch, keine Familie, die sie unterstützt, verantwortlich für einen kranken Mann.

 

Dann nimmt sie ein neues Stück Stoff, streicht darüber und dreht entschlossen das Rad ihrer Nähmaschine.

 

 

 

Landesinformation Nepal

Nepal ist eines der ärmsten Länder Asiens. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, wobei die Erträge hauptsächlich der Selbstversorgung dienen. Die Gesellschaft besteht aus mehr als 100 ethnische Gruppen, die zusammen 92 verschiedene Sprachen sprechen. Das Kastensystem spielt trotz offizieller Abschaffung noch immer eine große gesellschaftliche Rolle.

Nepal hat eine männerdominierte Kultur; es herrscht keine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen. Arrangierte Ehen, teilweise im Kindesalter, Besitzlosigkeit, Ausbeutung, sexueller Missbrauch und eine geringere Alphabetisierungsquote von Frauen sind nur einige der Auswirkungen.

 

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